Der Koelner Stadtanzeiger hat jetzt offiziell alle Unterzeichner der Petition und Gegner/Kritiker der Internet-Sperren zum Teil einer Jugendbewegung erklaert!
Herzlichen Glueckwunsch … damit geht fuer viele von uns doch noch ein Traum in Erfuellung, den bereits Tocotronic besungen hat … das war 1995 – in meiner Jugend:
Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein
Doch ansonsten ist der Artikel im Koelner Stadtanzeiger viel platte Meinungsmache …
Kinderpornografie ist ein Verbrechen besonderer Art, das den Einsatz besonderer Mittel rechtfertigt.
Wenn dem so waere, warum beschweren sich dann selbst die Landeskriminal-Aemter, dass ihnen die finanziellen Mittel fehlen, um wirklich konsequent gegen Kinderpornograhie vor zu gehen?
Die Argumentation fuer die Internetsperren lautet …
Indem man die „Nachfrage“ verringert, verringert man – hoffentlich – auch das „Angebot“. Und selbst wenn dies nicht gelingt, ist es den Versuch allemal wert gewesen.
Wir sollen also auf die “Hoffnung” setzen, dass es was bringt?!? Nein! Wir wollen “Wandel”! Wir wollen Massnahmen, die wirklich funktionieren – keine Mogelpackungen, wie die Internet-Sperren! Klar vermuten wir, dass die Internetsperren zu einer Zensur des Internets werden … denn immer wenn die Politik uns “Hoffnung” vekauft, sollte wir spektisch werden.
Sie meinen Freiheit ohne Verantwortung. Dabei ist völlig klar, dass das Internet der Kontrolle bedarf – über die Kinderpornografie hinaus.
Das Internet ist bereits heute kein rechtsfreier Raum … veroeffentlichen Sie doch mal eine MP3-Datei von Britney Spears auf ihrer Homepage … viel Spass mit dem Gesetz! Und mit der Vorratsdatenspeicherung ist das Internet sogar besser uerbewacht als jede deutsche Strasse.
Rein technisch betrachtet ist dieses Medium [das Internet] grenzenlos. Doch kann es weder rechtlich, noch politisch, noch moralisch grenzenlos sein. Denn das hieße ja, jeglichen Gestaltungsanspruch aufzugeben. Seltsam ist, dass sich kein Politiker dies offen zu sagen traut.
Nach dieser Logik muessten jeder von uns im Kampf gegen Kinderporno sein Recht auf Privatsspaehre aufgeben. Denn die meisten Missbraeuche finden in der privaten Wohnung statt … nicht im Internet. Seltsam ist, dass sich kein Politiker dies offen zu sagen traut.
P.S.: Vielleicht ist der Artikel bewusst provozierend geschrieben, damit viele Blogger auf diesen verlinken. Damit steigt der Google-PageRank … das ist richtig Kohle wert. Loesungsvorschlag: Solche Seiten am besten mit rel=”nofollow” als zusaetzlichen Parameter im Link … dann wird er “hoffentlich” nicht von Google gewertet.
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