Der Erfolg der Piratenpartei bei der Europawahl, hat die Stimmensammlung der Internet-Partei zur “Teilnahme an den Bundestagswahlen” beflügelt.
Zwischenstand: Bundesweit haben die Piraten bereits 86% der nötigen Stimmen. In Berlin hingt der Landesverband noch etwas nach – auf der Seite heisst es aktuell 67%. Es fehlen noch über 600 Stimmen – und es bleiben knapp 29 Tage. Mal sehen … ein wenig mehr als 20 Unterschriften pro Tag ist nicht unschaffbar.
Doch wäre die Partei bei der Bundestagswahl eine wirkliche Option?
Das Portal der WirtschaftsWoche bennent unterhaltsam in seiner Kolumne:
Acht Gründe für die Piratenpartei
Hier ein Auszug …
2. Grund: IT-Kompetenz in der Politik
Ein zweiter Grund wäre, dass die Politiker gezwungen wären, alle Themen rund um Internet und Computer mit mehr Fachkompetenz anzugehen.
Das allermeiste, was Spitzenpolitiker bisher zu Technikthemen zu sagen hatten, wirkt unbeholfen und linkisch, um das geringste zu sagen. Das liegt wohl einfach daran, dass die Generation, die jetzt am Ruder ist, nicht mit dem PC aufgewachsen ist.
Sie können vielleicht eine SMS schreiben oder mit dem Blackberry posieren, aber das Verständnis von Technik bleibt trotzdem oberflächlich. Abgeordnete aus der Technik-Fraktion könnten da ein anderes Niveau in die Diskussion bringen.
Wo nun das Internet – selbst in Regierungskreisen – bereits als “vierte Kulturtechnik” begriffen wird, macht das vielleicht Sinn. Auch wenn die Piraten nicht über die 5%-Hürde kommen oder sogar unter den 0,9% der Europawahl bleiben, belebt Konkurrenz doch das Geschäft … und die etablierten Parteien können den Kulturwandel mit Worthülsen lösen
Denn schön ist auch die folgende Bemerkung im Artikel:
Wenn in Zukunft der Tausch von Waren, Informationen oder Dienstleistungen digital organisiert und teilweise sogar ohne Geld stattfindet, könnte das, so ketzerisch das auch klingen mag, die Regeln von Wirtschaft und Gesellschaft neu definieren.
Wie genau das gehen soll? Keine Ahnung. Da müssen sie schon die Piratenpartei fragen. Die sind vielleicht irgendwann mal zuständig dafür.
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