
So die Woche ist rum und die IFA liegt hinter mir. Alles hat nach bester Zufriedenheit geklappt. Während der Woche bin ich gar nicht gross dazu gekommen mal nen paar Fotos hochzuladen. Das will ich nun nachholen … einfach auf das Bild unten klicken, dann öffnet sich das “IFA 2008″-Fotoalbum.

Für die Statistik … mein Schritzähler – den ich auf der Messe getragen habe – hat 56.117 Schritte über die 6 Tage gemessen. Pro Schritt sind das ca. 50 cm … wonach ich so um die 28 km Strecke zurückgelegt habe und das in 9 Stunden und 35 Minuten.
In der Mittagspause bin ich mal durch die Hallen Taiwan, Japan und China gewandelt. Die Highlights:
Kiss Me: Ein kleines Gerät für den Schlüsselbund, dass die Qualität des Atems checkt. Bevor man nun mit jemandem knutscht, kann man prüfen, ob man kuss-kompatibel ist
ich hab mir mal eins für 10 EUR zum testen gekauft.
Poop-Alarm: Ein kleiner Sensor für 2 EUR kommt an die Windel des kleinen Scheissers … und wenn die Windel voll ist, erinnert eine kleine Melodie an den Wechsel.
iBaby: Ein kleines Gerät mit GPS und Handykarte. Auf den drei Tasten kann man dann Telefonnummern fest einspeichern. Ein SOS-Knopf übertraegt dann gleich die GPS-Koordianten des in Not geratenden Sprösslings an die Eltern.
… also die Asiaten scheinen grad auf den kommenden Baby-Boom in Europa zu setzten.
Die Ankündigung auf Golem klang nicht schlecht … einen Teil der Inhalte der ZDF-Mediathek gibts auch für den mobilen Webbrowser und im 3G-Streaming-Format. Unter m.zdf.de … doch leider klapts mit meinem Windows Mobile HTC phone nicht
… wenn ich Zeit finde, werde da mal auf dem Stand nachfragen.
Auf dem Heimweg in meine Pension hab ich noch die Gelegenheit genutzt mir mal die Zeitschrift “Digital Expert” an zu schaun, welche auf der Messe kostenlos verteilt wird. Nachdem ich die Artikel überflogen hatten, von denen einige zwar interessante Themen aufgreifen aber nicht ausführlich behandeln, wollte ich wissen, wer das Blättchen denn rausbringt. Aber ich habe kein Impressum finden können. Kann das sein? Eine Print-Veröffentlichung ohne Impressum?!? Wo heute doch jede Internetseite wegen fehlenden Autorenhinweisen abgemahnt wird?
Also entweder hat da jemand aus meinem Exemplar Seiten geklaut, ich bin blind … oder das ist wrklich Pfusch. Ich meine man weiss ja, was man von kostenlosen Presseblättern halten soll … doch so amateurhaft hab ich mir das wirklich nicht vorgestellt.
Da hab ich doch gleich mal ein Exemplar des “Strassenfegers” erstanden … die haben ein Impressum … und die Artikel sind auch noch interessanter.
NACHTRAG: Heute habe ich mir nochmal die neue Ausgabe (Nr. 4 / 01.09.08) des “Digital Expert” angesehen. Diese hat wieder ein Impressum. Doch in der gestrigen Ausgabe (Nr.3 / 31.08.08) fehlte es definitiv.

Auf dem Weg heute zum Messegelände habe ich auf meinem Ausweis mal das IFA-Logo eingehender betrachtet. Jetzt wo es hier auch Haushaltsgeräte gibt … also Kaffemaschinen, Waschmaschinen, Kühlschränke, etc. reichen die zwei Pfeile auf Auge und Ohr eigentlich ja nicht mehr aus. Jetzt werden auch der Geruchs- und Geschmackssinn angesprochen. Ich hab da zumindest schon mal nen Pfeil auf die Nase ergänzt … so als Anregung an die Messeleitung fürs nächste Jahr. Wie man das mit dem Mund löst und es noch gut aussieht überlasse ich mal den Menschen, die sich professionell mit Grafikdesign beschäftigen.
Heute ist der zweite IFA-Tag und da die Podcast-Tankstelle ganz gut läuft, kann ich ein wenig auf Streiftour durch die Hallen gehen. Ein paar Jahre Messeerfahrung haben gelehrt, dass das ziellose umhergehen meist eine Zeitverschwendung ist … ausser man ist auf der Jagd nach Werbegeschenken oder will einfach nur bummeln. Ein Blick auf die Veranstaltungen im Internet hat sich gelohnt. Denn heute gab es zum zweiten mal ein Panel mit Robert Scoble und anderen Top-US Bloggern und Journalisten. Der Event war etwas versteckt im Marshall-Haus und daher nur vor kleinem Publikum.
Heute ging es darum, was deutsche Blogger ggf. von den US-Vorbildern lernen können. Natürlich wurde viel vom Thema abgeschweift, doch Robert Basic von basicthinking.de fasste es zum Schluss – nach seiner Ansicht – zusammen … wir Deutschen fragen immer erst nach den Risiken, die Amis machen einfach nach vorne und probieren es aus. Niemand ist perfekt und daher bleibt nur der Versuch. Ein beiläufiger Vergleich mit dem römischen Reich liess einige der US-Vertreter etwas verwundert dreinschaun, doch im Grunde erntete diese Erklärung des deutschen Bloggers Zustimmung bei den übrigen Panelgästen sowie beim Publikum.
Richtige Ratschläge an die deutsche Blogosphäre gab es nicht … keiner der Gäste von Übersee traute sich wohl einen ausreichenden Überblick über die Szene hierzulande zu. Lieber erzählte man von den aktuellen Entwicklungen auf Twitter und Co.
Robert Scoble sagte übrigens die schlaue Regel, dass er nie einem Blogpost vertrauen schenkt, der junger als 24 Stunden ist. Die Leser sind meist schlauer als der Autor. Überlebt die Nachricht auf einem populären Blog diese 24 Stunden - ohne durch Kommentare widerlegt zu werden - dann ist sie glaubwürdig. Twitter hat die Diskussion über Gerüchte und Nachrichten im Netz noch intensiviert und hilft diesen Prüfungsprozess zu beschleunigen … schade, dass Twitter seinen kostenlosen SMS-Service in Europa einstellt.
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